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Fishy Business Hydromorphologies and Wetware

Kuratiert von:

Carmen Lael Hines, Lisa Jäger

Collage mit Aquarium im Hintergrund, in dem gezeichnete Fabelwesen schwimmen

© Foto: (c) Lisa Jäger / WAF

Fishy Business: Hydromorphologien and Wetware lädt Künstler*innen, Forscher*innen und raumbezogene Praktiker*innen ein, das Haus des Meeres durch die konzeptuelle Linse der Prothese neu zu denken. Etymologisch als „gegen Angriff aufrechterhalten“ gefasst, verweist die Prothese auf Praktiken und Mechanismen der körperlichen Erweiterung, des Eindringens und der Hybridisierung. Zugleich eröffnet sie bedeutungsgeladene Verbindungen zu Architektur und Wissensproduktion. Als erkenntnistheoretisches Instrument verstanden, fungiert die Prothese hier als transdisziplinäre Strategie, die Medizingeschichte, Architektur und Informatik miteinander verschränkt und die vermeintlich klaren Grenzziehungen zwischen Tier, Mensch und Technologie ins Wanken bringt.

Unmittelbar vor der WAF Gallery befindet sich der Aqua Terra Zoo "Haus des Meeres"– ein Aquarium in einem Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg, das mehr als 10.000 aquatische Lebewesen beherbergt. Innerhalb von 4.000 m² Beton sichern komplexe Infrastrukturen aus Logistik und Fürsorge die Aufrechterhaltung einer inszenierten Unterwasserökologie. Als offene Fragestellung angelegt, untersucht Fishy Business, inwiefern aquatische Prothesen – ob an menschlichen, tierlichen oder hybriden Körpern – neue Denk- und Wahrnehmungsweisen an den Schnittstellen von Fürsorge, Ingenieurwesen und marinen Spezies innerhalb hydrobiologischer Lebensräume ermöglichen.

Kuratiert von Carmen Lael Hines und Lisa Jäger versammelt die Ausstellung künstlerische Positionen von Agnes Questionmark, Andreia Santana, Juan Pablo Pacheco, Elena Rocabert, Nikolaus Eckhard und Christina Gruber. Die Arbeiten entfalten sich sowohl innerhalb als auch außerhalb des Ausstellungsraums und umfassen unter anderem frühmorgendliche Kanufahrten auf der Donau, LARP-Formate, Workshops sowie offene Gesprächssituationen. Die dabei aufgeworfenen Fragen kreisen um die vielfältigen Versuche des Menschen, mit aquatischen Spezies in Beziehung zu treten – von unterstützenden Technologien für Meerestiere bis hin zu mythologischen Imaginationen hybrider Wesen wie Meermenschen.

Durch die Verschränkung von spekulativem Design, Biologie, Mythologie und Architektur versteht sich die Ausstellung als transdisziplinäre Plattform für Austausch, Performance und spielerische Erprobung.

Realisiert mit Unterstützung von Acción Cultural Española (AC/E), der Spanischen Botschaft, Stadt Wien Kultur und dem BMWKMS.

Künstler*innen:

Agnes Questionmark, Andreia Santana, Juan Pablo Pacheco, Elena Rocabert, Nikolaus Eckhard, Christina Gruber

14.04. –
10.05.26

Ausstellung

Öffnungs­zeiten:

Do: 15:00 – 18:00 Uhr

Fr: 12:00 – 19:00 Uhr

Sa: 14:00 – 19:00 Uhr

Adresse

WAF

Schadekgasse 8
1060 Wien

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