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Michelle Piergoelam. Across the Water

Kuratiert von:

Marit Lena Herrmann 

Hands in front of a black background

© Foto: Michelle Piergoelam

FOTO ARSENAL WIEN

Wie erinnert man sich an eine Geschichte, die nie niedergeschrieben wurde? Wie erzählt man eine Vergangenheit, die nicht in Archiven, sondern in Liedern, Symbolen und Mythen weiterlebt? In ihrer ersten internationalen Einzelausstellung Across the Water geht die niederländische Künstlerin Michelle Piergoelam ebendieser Frage nach. Mit fotografischen Arbeiten, Textilien und installativen Elementen präsentiert sie ein vielschichtiges Geflecht aus familiären Überlieferungen, kolonialer Geschichte und kulturellem Erbe – und lädt das Publikum ein, sich auf eine poetische Spurensuche zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu begeben.
Im Zentrum des Langzeitprojekts steht die bislang kaum sichtbare Geschichte der surinamischem Diaspora in den Niederlanden zu der auch Piergoelams eigene Familie gehört: „Trotz meiner Wurzeln wusste ich lange Zeit nur sehr wenig über die Kultur meiner Vorfahren.“
Piergoelam verwebt Mythen, Träume und Erinnerungen zu neuen visuellen Narrativen. Sie widmet sich den Liedern, die gesungen wurden, dem Wissen um Pflanzen, das über Generationen weitergegeben wurde, sowie der Verbindung innerhalb der afro-surinamischen Kultur. Zentrale Motive sind dabei die Spinnenfigur Anansi, eine Symbolfigur des Widerstands und der List, sowie das Angisa, ein kunstvoll gefaltetes Kopftuch, dessen Formen geheime Botschaften transportieren. Die Natur spielt eine ebenso zentrale Rolle: Sie wird zum Ort des Widerstands, zum stillen Zeugen kolonialer Geschichte.

Künstler*innen:

Michelle Piergoelam

31.01. –
10.05.26

Ausstellung

Öffnungs­zeiten:

Di-So: 11:00 – 19:00 Uhr

Adresse

FOTO ARSENAL WIEN

Arsenal Objekt 19A
1030 Wien

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