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Solutions & Strategies
© Foto: Matthias Meinharter
Eigens für die Klima Biennale Wien und für den einwöchigen Präsentationsort am Badeschiff haben rund achtzig Kunststudierende der Akademie der bildenden Künste Wien und der Universität für angewandte Kunst künstlerische Arbeiten entwickelt, die sich mit der Klimakrise auseinandersetzen.
Künstler*innen:
Juan Rodrigo Torres Plata, Leonie Marquet, Lisa Lupsina, Sidonie Sagmeister, Karolin Burkhardt, Irene Cian, Swetlana Gerner, Gustav Glück, Sheila Grace, Olivia Gründler, Gian Haak, Heidi, Rafael Hofmann, Liu Jingting, Jaehyung Kim, Yifu Leng, Wenjia Luo, Sanjid Mahmud, Kweku Okokroko, Boyun Park, Yeon Park, Maria Pylypenko, Negin Rezaie, Leda Thanassa, Kieren Tockner, Thomas Vava, Lena Wendlandt, Naomi Semma, Josefine Harmer, Birgit F., Francis Fosu, Alix Drakulic, Christoph Karrer, Nana Sorgo, y/liquid (Carmen Rosenkranz, peta Klotzberg), Šimon Varaus, Mark Bou Abdo, Linnea Maria Jørgensen, Rosa Märzendorfer, Mark Napadenski, Sagar Sarkar, Oren Yehoshua (Dj yeriho), Adèle Morel, Carl Theodor Seegers, Sebastian Haaf, Stella Maria Schwaiger, Haesol Han, Nene Wildenberg, Kollektiv Bande (Elisa Schober & Hannah Parth), Hannah Linden, Duannaiyu Wang, Joanna Zoe, Neta Asher Goshen, Veronika Mozberg, Tatiana Vishnyakova, Lukas Sterzenbach, Dauergast, Hanne Jannasch, Isabell Alexandra Meldner, Rasmus Otto Rutsch, Beatrix Johnstone, Gala Alica, Lara Friesz, Mika Roumeliotis, Max Koloman Oswald, Simon Neumüller, Marcus Wagner, Leandra Erdödy, Jonathan Dellago, Dahye Hyun, Josefin Vestberg, Aza Aufgewekt, Theo Bartenberger, Nico Schleicher, Laura Farmwald, Marie Kaňákova, Elza Grono, Gianna Magdalena Semmelhaak, Gwiyeon Han, Cornelis Wuisman Jørgensen, Ana Dos Santos, Helene Kunze, Jana Köstler, Benjamin Ben Amotz, Lukas Matzke, Jan Hadler, Linda Nutz, Bastian Engel, Gabriel, Afiya, Melinda
30.04. –
03.05.26
Künstlerische Positionen
Juan Rodrigo Torres Plata. Alebrije
Alebrijes, inspiriert von traditioneller mexikanischer Bildsprache, erscheinen hier als zeitgenössische Darstellungen des Nahual — eines gestaltwandelnden Wesens, dem die Fähigkeit zugeschrieben wird, sich in Tiere zu verwandeln und Menschen in der physischen Welt zu schützen und zu begleiten. Sie sind bis heute tief in der spirituellen Symbolik der mexikanischen Kultur verankert.
In dieser Darstellung treten sie als schützende Präsenzen auf und evozieren eine Verbindung zu einem uralten Wissen, das weitgehend in Vergessenheit geraten ist.
Acryl auf MDF / Acrylic on MDF, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Naomi Semma. morgens
Wir begegnen ihr hinter verschlossenen Türen. In einem der kurzen Momente des Tages, in denen wir noch nicht der Welt ausgesetzt sind. In denen wir uns am liebsten verkriechen wollen, aber auch die Möglichkeit haben zu handeln, ohne den Normen einer Gesellschaft unterworfen zu sein.
Video, 2025
Music/Composition: Hannah Dorotheé Schmidt
Actress: Luana Gräbe
Special thanks to: Carsten Fuhrmann
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Hanne Jannasch & Isabell Alexandra Meldner. Wir sitzen alle im selben Boot
Das Video entstand im Rahmen des Projekts „Sitting Somewhere“, das sich mit dem seit den 1970er Jahren massenhaft produzierten und weltweit verbreiteten "Monobloc Stuhl" auseinandersetzt. Durch seine vielfältigen und widersprüchlichen Konnotationen ist der Stuhl gerade in den letzten Jahren eine häufige Referenz im Kunstfeld – sein Auftauchen ein Klischee. In der Rekontextualisierung auf dem Badeschiff im Rahmen der Klimabiennale wird das Video zur Intervention.
Video (00:10min), loop, 2022/2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Theo Bartenberger & Nico Schleicher. Transit
Straßen, Schienen und Landebahnen - Mittel der menschlichen Fortbewegung durchbrechen und durchqueren Naturräume. Was geschieht, wenn ein Tunnel mitten durch ein Naturschutzgebiet gebaut wird? Welche Veränderungen treten durch die Realisierung solcher Großprojekte auf? Und welche vorhandenen Qualitäten gehen hierbei verloren? Durch das Streben nach immer effizienterer Fortbewegung und die damit einhergehende Beschleunigung entziehen sich sensorische Eindrücke zunehmend unserer Wahrnehmung.
Installation, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Josefin Vestberg. Empurpled Schöpfer
Das Verhältnis von Plus und Minus ist stets konstant. Es zeigt sich im Verlust von Lebensräumen durch Rohstoffabbau oder in der Dezimierung eines Individuums, dessen Körper die Reproduktion einer Gesellschaft sichert. Im Rastermuster industriell gefertigter Fliesen erscheinen Plus- und Minuszeichen in Form eines wachsenden oder sterbenden Sterns. Plus und Minus, die Zunahme oder Abnahme der Lebensmenge, sind auch Symbole, die in Schwangerschaftstests verwendet werden.
Mosaikfliesen, Holz, Fugenmasse, Wasser aus dem Donaukanal, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Nene Wildenberg. Greenwashing Soap
Greenwashing Soap ist ein Produkt, in dem Moral und Verantwortungsbewusstsein zur Ware werden. Mit dieser Seife kannst du dir die Mitverantwortung an kapitalistischen Praktiken von den Händen waschen. Kauf dir dein Stück Nachhaltigkeit und leiste deinen Beitrag. Die Produktionskette ist transparent, aber nicht offensichtlich – das eigene Interesse und die Reflexion des eigenen Konsumverhaltens – kritisches Hinterfragen - liefern Antworten.
Installation, 2025/2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Duannaiyu Wang. Die Sonne ist klein, aber heiß
Sonnenlicht wird durch eine Fresnellinse fokussiert und bewegt sich langsam über die Seife. Mit der Zeit und durch die Hitze weicht die Oberfläche auf, schmilzt und verändert ihre Form.
Durch Performance aktiviert, nutzt dieses Werk Licht, Hitze und das physikalische Phänomen der Energieumwandlung als Material, um flüchtige, schwer fassbare Momente in unserer Welt einzufangen und zu übersetzen — Momente, die kaum wahrnehmbar sind und eine subtile, geheimnisvolle Stille jenseits des Alltäglichen hervorrufen.
Fresnel-Linse, Glycerinseife, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Rasmus Otto Rutsch. Wachstum
Der politische Zustand eines Landes und dessen Auswirkung auf das Bewusstsein der Bewohner*innen lässt eine alles durchdringende Atmosphäre entstehen. Neben der psychischen Auswirkung verändert sich auch die chemische Struktur der Wesen, die sich in ihr aufhalten. Die Bäume, die in „Wachstum“ erscheinen, beschreiben die typischen Wachstumsdeformationen, die sich in Ost- und Westdeutschland aufgrund des politischen Klimas ergeben haben.
Digitaldruck auf PVC-Plane, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Dahye Hyun. Immigrant water
Teilnehmer:innen reichen Bilder von Wasser ein und werden eingeladen, deren Herkunft zu erraten. Dieser wiederholte Akt lenkt die Aufmerksamkeit auf die Frage „Woher kommst du?“, die oft selbstverständlich gestellt wird, und regt dazu an, ihre Funktionsweise zu hinterfragen. Durch die Wiederholung dieses Akts beginnen sich die Weisen, in denen solche Fragen Zugehörigkeit herstellen oder verwehren, zu verwischen und an Bedeutung zu verlieren. Auch feste Vorstellungen von Herkunft und Identität geraten ins Wanken.
Nimm einen Sticker, mach ein Foto und teile deine Vermutung.
Dank an alle Teilnehmenden und an alle, die sich von Ort zu Ort bewegen.
Participatory art / Web platform, stickers, prompts, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Camilla Lausch, Laura Farmwald. NE/MO presents Golden Horizon - Designed for those who stay ahead.
Die Investmentfirma NE/MO bewirbt mit Golden Horizon ein exklusives survival-orientiertes Immobilienprojekt.
Die autarken Anlagen bieten Off-Grid Energiegewinnung, Wasseraufbereitung, Lebensmittelproduktion, sichere Kommunikation sowie ein automatisiertes Verteidigungssystem.
Dank Konzeption und Lage im Donaukanal sind die Anlagen klimaunabhängig und halten Überflutungen, Extremwetterereignissen und Versorgungsengpässen stand.
Golden Horizon - der neue Maßstab am klimaresilienten Immobilienmarkt.
Textilbanner, Bauzaun, Video, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Leonie Marquet. et-vidé
Zu Beginn ist eine Postkarte in jeder Halterung. Eine Karte zu nehmen bedeutet, einen Teil des Werks zu entwenden, aber auch ein Stück Natur. Es bedeutet, sich eine Landschaft anzueignen, die niemandem gehört.
Mit der letzten Karte verschwindet die Möglichkeit für künftige Besucher*innen sich an die Landschaft zu erinnern. Und wenn der letzte Eisberg verschwunden ist? Besucher*innen müssen sich der weißen Weite und Leere der Eisberge stellen und werden so mit ihrer eigenen Position konfrontiert.
Radierung auf Papier, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Lisa Lupsina & Sidonie Sagmeister. Femur (Lösbar)
In der ortsspezifischen Installation verflechtet sich der intime Akt des Waschens mit der ökologischen Realität. Anatomische Oberschenkelknochen aus Seife erzeugen eine radikale Dissonanz zwischen morbidem Ekel und betörendem Duft. Sie entlarven die Illusion der „Reinwaschung“ und verweisen auf Donna Haraways Forderung: „Unruhig bleiben“. Die Seife schäumt, der Knochen schwindet. Wer sich wäscht, löst sein eigenes Fundament auf. Der Mensch wird unweigerlich zu Kompost.
Seife, florale Einschlüsse, Zirbenholz, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Paper Snake
„Paper Snake“ ist ein kollektives Zeichenprojekt von 23 Studierenden der Akademie der bildenden Künste Wien, entstanden in gemeinsamen Sessions im Dezember 2025. In diesem Zeitraum wurden zwei jeweils 25 Meter lange Papierarbeiten realisiert.
Der Titel verweist auf Textur, Schichtung und Häutung – inspiriert von der Haut einer Schlange. Diese Prinzipien prägen sowohl die visuelle Struktur als auch den Entstehungsprozess.
Aus der Überlagerung individueller Handschriften entwickelte sich ein gemeinsames Bild, das kollektive Autorschaft und Vielstimmigkeit sichtbar macht.
Von Karolin Burkhardt, Irene Cian, Swetlana Gerner, Gustav Glück, Sheila Grace, Olivia Gründler, Gian Haak, Heidi, Rafael Hofmann, Liu Jingting, Jaehyung Kim, Yifu Leng, Wenjia Luo, Sanjid Mahmud, Kweku Okokroko, Boyun Park, Yeon Park, Maria Pylypenko, Negin Rezaie, Leda Thanassa, Kieren Tockner, Thomas Vava, & Lena Wendlandt.
Papier, Kohle, Bleistift, Farbe, Marker, Stift, Pastell, Tinte, Collage, Mischtechnik, 2025
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Josefine Harmer. untitled
Aluminium, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Birgit F. F+L, B+F, L+B
Die Gesten der Liebenden, die bleiben und auch wieder verschwinden wie die Liebe selbst. Die Sicht ist verschwommen, wenn wir handeln können wir eventuell klarer sehen.
Intervention; love gestures on glass, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Heidi, Kweku Okokroko, Francis Fosu, Alix Drakulic & Kieren Tockner. Resource Fullness
Sie bezeichnen Land, Tiere und andere Menschen als Ressourcen, um unser Schuldgefühl für ihre Ausbeutung zu lindern. Sie sind abhängig von der Distanz. Die Distanz zwischen denen, die profitieren und denen, die die Konsequenzen tragen müssen.
Die Klimakrise ist nicht natürlichen Ursprungs, sondern das Ergebnis eines Systems, das Ausbeutung belohnt und sie als Fortschritt bezeichnet. Ein System, das zur unweigerlichen Zerstörung all dessen führt, was es als Ressource betrachtet.
Unsere Arbeit „Resource Fullness“ nutzt Motive wie den Hausen, das Fischernetz, Yamswurzel Hügel und rote Schrift, um künstlerisch gegen Umweltzerstörung Stellung zu beziehen und die Zusammenhänge zwischen Konsum an einem Ort und Umweltschäden an einem anderen [d]zu hinterfragen.
recycled material (banner, fabric, parachute, rope), acrylic paint, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Christoph Karrer. Fischleich
Entfremdung geschieht leise. Übernommene Muster formen unser Denken, ohne dass wir sie bemerken. Das Töten, einst ein sichtbarerer Teil der Nahrungsgewinnung, wird zunehmend ausgeblendet und verdrängt. Diese Unsichtbarkeit schützt vor Unbehagen. Doch wer genauer hinsieht, wer den Ursprung sucht, begegnet dem, was verborgen wurde. Im Sinne von „Wer sucht, was er nicht soll, findet, was er nicht will“ versteht sich als Einladung zur Auseinandersetzung mit dem Leben, dem Leiden und der eigenen Rolle.
Video, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Nana Sorgo. Bassclub 1-5 (serie)
Die Collagen verdichten 15 Jahre Partykultur am Badeschiff zu mehrschichtigen Bildräumen aus überlagerten Eventfotografien.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Šimon Varaus. The only game I can remember / Das einzige Spiel, an das ich mich erinnere
Dieses Video basiert auf einer Neueditierung der Fernsehübertragung des Spiels Tschechien gegen die Niederlande bei der UEFA Euro 2004, bei der alle Momente entfernt wurden, in denen aktiv gespielt wird. Übrig bleiben Pausen: Spieler warten, positionieren sich neu und bereiten sich darauf vor, dass der Ball wieder ins Spiel kommt.
Auf einem Fernseher in einer Kneipe präsentiert, fügt sich die Arbeit in eine vertraute Umgebung ein. Auf den ersten Blick wirkt sie wie eine gewöhnliche Übertragung. Erst mit der Zeit wird deutlich, dass das Spiel selbst nie stattfindet.
Die Arbeit verschiebt den Fokus von der Aktion auf die Erwartung und macht die sonst unsichtbaren Strukturen sichtbar, die das Spektakel tragen.
Video, 45min, no sound, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Mark Bou Abdo, Linnea Maria Jørgensen, Rosa Märzendorfer, Mark Napadenski, Maria Pylypenko & Sagar Sarkar. Successful Flood: the Nile River
Das Projekt entstand aus einer künstlerisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Studierenden des Instituts für Waldökologie (BOKU Wien) und der Akademie der bildenden Künste Wien im Rahmen des Workshops „Claiming Positive Narrations“. Sechs Studierende beschäftigten sich mit der „erfolgreichen Flut“ des Nils im Sudan und untersuchten dabei flutbasierte Landwirtschaftssysteme. Die Forschung mündete in eine performative Handlung: das Zeichnen auf einem großformatigen wissenschaftlichen Papier und dessen Eintauchen in die Donau, wodurch das Wissen in ein anderes Flusssystem übertragen und lokale Wahrnehmungen von Hochwasser als Risiko seiner Funktion als Ressource gegenübergestellt werden.
Video-Dokumentation einer künstlerisch-wissenschaftlichen Performance, 2025
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Adèle Morel. Where birds dwell above
Traditionelle Vogelhäuser ahmen oft kleine Häuser nach und reproduzieren architektonische Formen, die menschliche Vorstellungen von Häuslichkeit widerspiegeln. Die Arbeit „Where birds dwell above“ zielt darauf ab, sich von dieser vereinfachten und anthropozentrischen Sicht auf die Tierwelt zu lösen und versteht sich zugleich als ein Akt der Fürsorge sowie als Freude am Machen.
Das Bauen von Hand, das Formen des Holzes, wird dabei zu einer Praxis der Aufmerksamkeit – gegenüber dem Material, der Zeit und den fragilen Ökosystemen, in denen wir leben. Nistkästen spielen eine wichtige Rolle für den Schutz der Biodiversität, insbesondere in urbanen und suburbanen Räumen, in denen natürliche Nistplätze zunehmend selten werden.
Wood, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Carl Theodor Seegers, Sebastian Haaf. barrel chimney.
Ein Schornstein aus gestapelten Stahlfässern steht auf dem oberen Deck des Badeschiffs. Als Symbol für Industrie verweist er auf Emissionen, die unsere Umwelt beeinflussen und unseren Alltag begleiten. In regelmäßigen Abständen tritt Rauch aus der Öffnung und verstärkt diese Wirkung.
Installation, Stahlfässer, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Stella Maria Schwaiger. Kaviarhaufen (Löffel abgegeben)
In unserem Alltag begleitet uns Keramik als Material dauerhaft - wir essen und trinken daraus, waschen unsere Körper darin.
Besonderer Fokus liegt auf der Platzierung der Skulptur, und die mehrfach verankerte Paradoxie.
Der momenthaft eingeforene, sich plötzlich in Keramik wiederfindende, regulär essbare Luxusartikel, der sich atypisch statisch neben der bewegten künstlichen Pooloberfläche befindet, die sich rhythmisch mit dem sich darunter befindenden natürlichen Gewässer bewegt.
Ceramics, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Haesol Han. mu-a (無我)
Diese Arbeit untersucht einen Körper, der frei von Selbst, Bewusstsein und Willen ist. Er existiert und verändert sich innerhalb von Wasserzyklen und ist in die materiellen Flüsse der Welt eingebettet. Für diesen Körper entsteht Frieden nicht aus dem Geist, sondern aus dem bloßen Dasein als körperliche Form ohne Bewusstsein. Die Arbeit hinterfragt, ob ein solcher Körper ohne mentale Fähigkeiten existieren kann, und greift dabei auf den Diskurs des Transhumanismus zurück, um ihn umzukehren, indem sie einen Zustand reflektiert, der von Bewusstsein und Information befreit ist. Die Freiheit von mentalen Zwängen wird untersucht, nicht die von materiellen Begrenzungen.
sculpture with video, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Boyun Park, Maria Pylypenko, Rafael Hofmann. Aquarium
120 Sekunden reichen aus, damit ein Mensch unter Wasser ertrinkt. Und doch versuchen wir immer wieder, das zu kontrollieren, was uns nicht gehört - wir sperren, domestizieren und kolonisieren Welten, die eigentlich jenseits unserer Reichweite liegen: Aquarien, Ozeanarien, das Haus des Meeres oder die kleinen Fischbecken in Büros und Geschäften. Drei Künstler schufen ein gemeinsames visuelles Ökosystem. Fische, Formen und Strukturen tauchen auf und verschwinden. Farben und Spuren formen eine dichte, wandelnde Unterwasserwelt.
Recyceltes PVC-Banner, Acryl, Marker / Recycled PVC banner, acrylic, markers, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Kollektiv Bande (Elisa Schober & Hannah Parth)
Angelehnt an das von der IPCC entwickelte Emissionsszenario RCP8.5 entwirft Kollektiv Bande ein dystopisches Zukunftsszenario von stetig ansteigenden Wasserspiegeln und damit einhergehenden „Überlebensstrategien“. In ihrem spekulativen Narrativ steigt der Meeresspiegel massiv an und drängt dazu, aktuelle Lebensweisen zu überdenken. Als Duo setzen sich die Künstlerinnen mit diesen Herausforderungen auseinander und untersuchen potenzielle neue Lebensräume in wassergeprägten Umgebungen.
Video, 2024
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Hannah Linden. Acqua alta
Die beiden Fotografien mit dem Titel „Acqua alta“, sind während der Biennale 2024 in Venedig entstanden und thematisieren den durch den Klimawandel bedingten Anstieg des Meeresspiegels. Der Wasserstand wird in Venedig als Acqua alta bezeichnet, er schwankt stark und führt besonders im Herbst und Winter häufig zu Überschwemmungen. Der durchschnittliche Meeresspiegel ist seit 1872 um etwa 32cm gestiegen. Das MOSE-Staudammsystem schützt die Stadt zunehmend, jedoch prognostizieren Studien aufgrund von Absenkung und Klimawandel, dass Teile Venedigs bis 2150 dauerhaft unter Wasser liegen könnten.
Fotografie, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Joanna Zoe. forecastweather.gr
Wetter-App checken ist für viele eine tägliche Praxis. Der Thermodrucker wirft ein Spotlight darauf, dass diese banale Aktion schon innerhalb einer europäischen Perspektive sehr unterschiedlich sein kann. Die Zeichnungen sind inspiriert von Videos der griechischen Wetter-Plattform forecastweather.gr, die regelmäßig Einsendungen aus persönlichen Perspektiven auf die aktuelle Wetterlage veröffentlicht. Einblicke in ein tägliches Bild von Extremwetter-Situationen, die im mediterranen Raum besonders kondensiert sichtbar sind.
Thermodrucker, Thermopapier, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Neta Asher Goshen. Aquarium #2
Im Umgang mit Standardisierung und materiellen Hierarchien untersucht die Arbeit, wie Systeme – sowohl des Denkens als auch der Industrie – Variationen innerhalb von Gleichheit hervorbringen: identisch, aber nicht gleich.
Unter Verwendung von Materialien, die an unterschiedliche Produktionsweisen gebunden sind, reflektiert die Arbeit die konstruierte Unterscheidung zwischen „natürlich“ und „synthetisch“. Die Objekte erscheinen als fragmentierte Evidenz, gehalten unter schützenden Bedingungen.
Ein romantischer Zustand des indirekten Zugangs formt sich. Sichtbarkeit und Begehrlichkeit sind durch Trennung, durch Spaltung strukturiert. Wie tragisch.
OSB Platte, Kiefernsperrholz, Stahl, Aluminium, Gips, Zement, Harz, Wachs, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Veronika Mozberg. Esiema
„Esiema“ – ein estnisches Wort für Urmutter, Ahnin oder weibliche Stammhalterin – evoziert das archaisch Weibliche als ein lebendiges Archiv ökologischer Erinnerung. Verwurzelt in den kulturellen Landschaften Estlands verkörpert sie die Untrennbarkeit von Körper und Erde; eine Existenz, in der der Mensch nicht von der Natur getrennt ist, sondern unauflöslich mit ihr verflochten.
Im Kontext der Klimakrise spiegeln diese fragmentierten Körper, die mit natürlichen Formen verschmelzen, sowohl Ursprung als auch Verletzlichkeit wider. Die Auflösung der Grenzen zwischen Haut und Boden wird zur Erinnerung daran, dass Umweltveränderungen nicht fern sind – sie schreiben sich in den Körper selbst ein.
Fotodruck auf Papier, 2025
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Tatiana Vishnyakova. ohne Titel
Papier, gebrauchtes Motoröl, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Lukas Sterzenbach. Scrap Cycles
Das Projekt setzt sich mit der Verarbeitung von Elektroschrott auf Deponien in Ghana auseinander, der hauptsächlich aus Europa, Nordamerika und China stammt. Durch die Spuren des Verbrennens und Zerlegens wird ein System sichtbar, das in globale Kreisläufe des Konsums eingebunden ist und ökologische Verantwortung verlagert, während resiliente lokale Praktiken der Wiederverwendung Wert neu ordnen und Materialien zurück in diese Kreisläufe führen.
With thanks to the New Futures Collective, the Initiative of Change USA and the EVC for their support and collaboration in the research-process in Ghana.
Installation, Photography, Waste, 2026
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Beatrix Johnstone. Pasties
Ein schiefes Rechteck auf einer gelben Metalltür. Ein Kreis auf einem weiß gestrichenen Holztisch. Ein kleinerer Kreis auf einer gewellten Wand, ebenfalls weiß. Ein Rechteck auf einem Metallgeländer. Ein weiteres Rechteck – oder vielleicht ein Quadrat? – mit geriffeltem Rand an einer Holzwand. Ein Quadrat mit abgerundeten Ecken an einem blauen Türrahmen.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Gala Alica, Lara Friesz, Mika Roumeliotis. Weisswasser
Die Arbeit Weisswasser greift auf das Wasser des Donaukanals zurück und nutzt es sowohl als Material als auch als gestalterische Fläche. Wasser wird hier skulptural – ein bewegliches, formbares Medium. Seine Oberfläche wird verändert und bildet eine flüchtige, sich wandelnde Skulptur. Mithilfe einer Pumpe wird das Wasser aus dem Kanal entnommen und wieder zurückgeführt, wodurch temporär eine Störung auf der Wasseroberfläche entsteht.
Nur gelegentlich während der Ausstellung aktiviert, nutzt die Arbeit ausschließlich das, was bereits vor Ort vorhanden ist. Von der nahegelegenen Brücke und der Donaukanal-Promenade sichtbar, spricht sie Passant:innen an und zielt darauf ab, einen kurzen Moment der Störung oder Verwirrung zu erzeugen, bevor das Alltagsleben wieder in die Normalität zurückkehrt.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Max Koloman Oswald. Eisbärn müssen nie weinen
In seiner Arbeit beschäftigt sich Max Koloman Oswald mit der Kommodifizierung des Eisbärn als stilisierte Ikone der Klimakatastrophe und hinterfragt die damit einhergehende Reduktion komplexer Zusammenhänge auf konsumierbare Bilder.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Marcus Wagner. Apocalypse & Apocalypse II
Die Assemblage „Apocalypse“ bedient sich mehrerer auf Willhaben zusammengetragener Gebrauchtgegenstände, um ein Gefühl zum aktuellen Zustand der Menschheit zu formulieren.
Die gezeigte Szene, welche ein Kunststoff-Piratenschiff von Playmobil im Zentrum hat, versteht sich vermutlich weniger als klare Kritik oder Haltung zum Konsum (obwohl sie dies impliziert), sondern kann eher als ein Versuch verstanden werden, die Atmosphäre eines verlorengegangenen Traums zu verbildlichen. Ein Spielzeug aus unserer Kindheit wird hier als eine Art Lockvogel eingesetzt, der uns noch tiefer in die Illusion hineinzieht, dass wir so weitermachen können wie bisher. Ein tiefsitzendes, bitteres Gefühl von Last folgt dem freudvollen Anblick eines abenteuerlichen und leichtsinnigen Spiels der vergangenen Tage.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Leandra Erdödy & Jonathan Dellago. Und wenn der Anker gelichtet wird?
//Zu lesen in kratziger, von Salzwasser verätzter Stimme//
Man sehe hier, ein feinstes Exemplar, zuerst gespalten, dann getrieben, dann gehangen, ja wahrlich ein Meisterwerk...ächtz...Achja, nun weiter in der Geschichte:
Und als sie den Anker lichteten, so ging ihre Reise los, der Wind sang mit vollster Sehnsucht nach der Ferne, die Wellen brachen von allen Seiten die Wände des Schiffs hinauf. Meerwasser schwappte aufs Deck, ummantelte die schuftenden Beine, die sich im Tanz des Steuers übten...
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Aza Aufgewekt. Life Effort
Die Installation Life Effort untersucht Gefühle von Handlungsunfähigkeit, die aus kognitiver Überlastung entstehen. Heutzutage sind mehr Informationen denn je sofort abrufbar, was zu einer Informationsflut fühlt die schwer zu verarbeiten ist. Für viele leitet dieser Zustand der konstanten Dringlichkeit zu Entscheidungs- sowie Handlungsunfähigkeit. Was eine Reaktion hervorrufen sollte, führt stattdessen zu Empfindungslosigkeit. Die Arbeit lädt dazu ein, diesen Zustand des Überflusses zu hinterfragen und zu untersuchen wie aus jener Überforderung ausgebrochen werden kann.
Danke an meine Mutter, Heide Aufgewekt, für die große Unterstützung!
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Marie Kaňákova. water loop
Die Installation nutzt die vertraute Ästhetik von Bar-Flaschen, um geschlossene Kreisläufe zu thematisieren. In den gläsernen Körpern zirkuliert Wasser – eine Erinnerung an die Kostbarkeit und ständige Bewegung dieser lebenswichtigen Ressource. Durch die Platzierung dieser Brunnen in den Barbereichen des Badeschiffs wird der soziale Raum mit ökologischen Fragen verknüpft: Wie gehen wir mit unseren Lebensgrundlagen um, während wir konsumieren? Ein technisches Ballett aus Glas und Licht, das die Notwendigkeit nachhaltiger Kreisläufe verdeutlicht.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Elza Grono. Leakage / Linkage
Das Werk untersucht die Wechselwirkungen zwischen Außen und Innen, die eine Interdependenz schaffen. Wo Kontrolle darüber herrscht, was hinein- und was hinausgelassen wird. Die Komplexität von Unterstützung und Funktionalität in einem Raum/System, das sich selbst trägt.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Boyun Park. Uncontrolled
Wasser fließt nach unten, Bäume wachsen dem Licht entgegen, und der Wind bewegt sich entlang von Druckverhältnissen. Diese Arbeit reflektiert die Tendenz der Natur, durch Bewegung ein Gleichgewicht zu finden. Die geschichteten Tropfen, Spuren und Gesten folgen einer Logik von Schwerkraft und Reaktion und erlauben dem Material, seinen eigenen Weg zu finden, anstatt eine feste Form vorzugeben.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Gianna Magdalena Semmelhaak. circulation in frame
Die Arbeit begreift das Mittelmeer als einen politisch, ökonomisch und militärisch produzierten Raum und stellt die Frage der Verantwortung im Kontext globaler Ungleichverhältnisse. Die Situation im Mittelmeer ist durch die Verflechtung von Fluchtbewegungen, geopolitischen Interessen und ökonomischen Ordnungen geprägt. Europäische Grenzpolitiken strukturieren den Zugang zu Mobilität entlang von Prinzipien der Selektion und des Ausschlusses. Staatliche Akteure und Institutionen wie Küstenwachen und Frontex verbinden Grenzschutz mit Praktiken der Kontrolle, Abschottung und punktuellen Intervention. Zivile Seenotrettungsorganisationen operieren innerhalb dieses Spannungsfeldes zwischen humanitärer Hilfe und politisch regulierter Nicht-Zulassung.
Vor diesem Hintergrund ist die Situation im Mittelmeer nicht allein als humanitäre Krise zu verstehen, sondern als Ausdruck eines Systems globaler Verhältnisse, in dem Zugang und Schutz ungleich organisiert sind.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Gwiyeon Han. o.T
Manche Dinge werden erst sichtbar, wenn wir genau hinschauen. Was geschieht gerade um uns herum? Dieser Wandel ist im Gange, doch wir nehmen ihn kaum wahr. Haben wir uns so daran gewöhnt, dass wir gleichgültig geworden sind? Oder sehen wir weg, aus Angst vor der Wahrheit? Stell dich dem erstarrten Schrei zu deinen Füßen. In welcher Form ist diese stille Veränderung bei uns angekommen? Wie verzweifelt hielten sich die Dinge, die wir übersahen, am Leben fest?
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Cornelis Wuisman Jørgensen. Arrrrrrrrrh
Vielen herzlichen Dank für Ihre Geduld und Ihr Verständnis. Es ist mir eine aufrichtige Freude, an der Klima Biennale Wien 2026 teilzunehmen, und ich schätze die Möglichkeit außerordentlich. Leider muss ich mit allem gebotenen Respekt und größter Bescheidenheit darauf hinweisen, dass ich nicht in der Lage bin, Texte auf Deutsch einzureichen. Ich bitte Sie, dies in Ihrer unendlichen Güte zu entschuldigen, und danke Ihnen von ganzem Herzen für Ihr Verständnis.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Kieren, Aza, Gianna, Gabriel, Afiya, Melinda. Q
Das Projekt entstand aus einer künstlerisch-wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Studierenden der Universität für Bodenkultur Wien und der Akademie der bildenden Künste Wien.
Die Gruppe setzte sich mit den Quilombola-Gemeinschaften in Brasilien auseinander – Nachfahr*innen ehemals versklavter Menschen, die bis heute für Landrechte, Selbstbestimmung und den Erhalt ihrer Lebensweisen kämpfen.
Ausgehend von Recherchen zu Geschichte, territorialen Kämpfen, kollektiven Strukturen sowie ökologischen Praktiken und Formen der Selbstversorgung entstand eine Zusammenführung von textbasierten Arbeiten, Zeichnung, Film und Ton.
Die Arbeit versteht sich als künstlerische Annäherung an Formen von Gemeinschaft, Widerstand und nachhaltigem Umgang mit Ressourcen.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Benjamin Ben Amotz
Das Objekt wurde 2019 bei routinemäßigen Entwässerungsarbeiten entlang der Leitha, nahe der österreichisch-ungarischen Grenze, geborgen. Es wird geschätzt, dass es aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stammt, und wird einer kleinen Gemeinschaft zugeschrieben, die das Flusstal während einer Zeit anhaltender regionaler Vertreibung bewohnte. Die Handwerkskunst kombiniert Aluminium, Messing und Kupfer auf eine Weise, die sowohl praktische Materialverwertung als auch bewusste rituelle Absicht vermuten lässt. Die Gemeinschaft ist ansonsten nicht dokumentiert. Das Objekt wurde durch die spezifische Mineralzusammensetzung des Flussbettsediments erhalten. Seine gegenwärtige Leihgabe wird durch das Landesmuseum Burgenland ermöglicht.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Lukas Matzke. Flechtung (Nr.3)
In der Arbeit Flechtung (Nr. 03) geht es um die Wertschätzung und Anbetung eines Lebewesens und gleichzeitig auch um die Abrichtung und Dominanz, wenn wir dieses Wesen als reines Material begreifen.
Produzieren und Verarbeiten bedeutet auch, eine Art Vormachtstellung zu akzeptieren und diese auszuleben. Gleichzeitig sollten wir unsere Abhängigkeiten aber nie vergessen und den Ressourcen für ihre ungewollt aufopfernde Rolle dankbar sein.
Das Material ist Opfer unserer Verarbeitung und ohne Einhalt werden wir zu dessen Verschwendern.
Wir wollen die Abhängigkeiten stetig auflösen und fordern das Unmögliche: Leben ohne Lebendigkeit.
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
1010 Wien
Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 16:00 – 01:00 Uhr
Sa-So: 12:00 – 01:00 Uhr
Adresse
Badeschiff Wien
Wolfgang-Schmitz-Promenade 4
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