...Programm Public Space (No) Funny Games

(No) Funny Games

Kuratiert von:

Hektor Peljak & Dorothea Trappel mit Calle Libre, KÖR Wien, museum in progress, MuseumsQuartier Wien

Ein Platz mit einer barocken Kirche, davor Sand mit Hebebühnen und einem Baumstamm.

© Foto: eSeL.at - Joanna Pianka

oder Wie wir lernten, fürsorglich zu sein und die Dystopie zu lieben

In einer Welt, die zunehmend von Klimakatastrophen, politischen Umwälzungen und gesellschaftlicher Polarisierung geprägt ist, verlieren grundlegende Bedürfnisse wie Sicherheit, Geborgenheit und Mitgefühl ihren festen Platz. Stattdessen begegnet uns die Realität oft mit einer Kälte, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt.

Die Ausstellung (No) Funny Games im Rahmen der Klima Biennale Wien greift diese Ambivalenz auf: Sie verführt mit dem Schein des Leichten, des Schönen, des scheinbar Harmlosen – und o􀆉enbart darunter ein tiefes Unbehagen. Ästhetisch ansprechende Werke im öffentlichen Raum wirken wie Idylle, sind aber trügerisch. Sie enthüllen – oft erst auf den zweiten Blick – eine kritische Reflexion über den Zustand unserer Welt. Es sind Arbeiten, die ihre Betrachter*innen emotional herausfordern, indem sie die vierte Wand durchbrechen und sie mit ihrer eigenen Verantwortung konfrontieren. Referenzen wie Funny Games oder Dr. Strangelove liefern nicht nur den Titel, sondern auch die Haltung der Ausstellung: Ein Spiel mit Konventionen, Ironie und Inszenierung – und zugleich ein bitterer Ernst. Die Werke der Ausstellung fordern dazu auf, die eigene Mitschuld in globalen Krisen nicht zu verdrängen, sondern sich ihr zu stellen. Sie spielen mit kindlicher Neugier, mit Freude als Widerstand, mit der Lust am Leben trotz der Dystopie. Dabei stellen sie nicht nur die Rolle von Kunst im öffentlichen Raum infrage, sondern auch die Tendenz, Kunst im Kontext von Klimadiskursen zu instrumentalisieren – ohne tatsächliche Konsequenzen zu ziehen. (No) Funny Games ist kein Eskapismus, sondern ein Spiegel. Ein Spiegel für eine Gesellschaft, die sich Welten erschafft, um die eigene Realität ertragen zu können – und dabei vergisst, dass eben diese Welten auch Verantwortung mit sich bringen.

Aktivierungen Kaorle am Karlsplatz 2026
Kunst-, Kultur- und Bildungsinstitutionen wie die Wiener Staatsoper, die Karlskirche, die Kunsthalle Wien, die TU Wien, das Wien Museum, die Secession, das Künstlerhaus Wien und weitere Häuser rund um den Karlsplatz beteiligen sich mit vielfältigen Programmbeiträgen an der Aktivierung von Margot Pilz’ Kaorle am Karlsplatz 2026. Im Rahmen von Sonderführungen, Diskursformaten und einem vielfältigen Vermittlungsprogramm werden aktuelle Fragen zu Klima, Stadt und Nachhaltigkeit aus künstlerischer, spiritueller und wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Musikalische Darbietungen und performative Beiträge werfen ein neues Licht auf soziale Aspekte der Klimakrise und mögliche Zukunftsentwürfe. So entsteht ein lebendiger Dialog zwischen Kunst, Öffetlichkeit und Institutionen, der den Karlsplatz als Plattform für Klimabewusstsein und Transformation positioniert.

Programm-Partner*innen
HOPE Raumlabor @TU Wien I Kunst und Gestaltung
Karlskirche
Kunsthalle Wien
Künstlerhaus Vereinigung
NEST – Neue Staatsoper
Secession Vereinigung Bildender Künstler*innen Wien
Wien Museum
Wiener Staatsoper

09.04. –
10.05.26

Künstlerische Positionen

Ein Platz mit einer barocken Kirche, davor Sand mit Hebebühnen und einem Baumstamm.

Margot Pilz. Kaorle am Karlsplatz 2026

Mit Kaorle am Karlsplatz 2026 wird eine wegweisende Arbeit von Margot Pilz neu aufgeführt und zeitgenössisch kontextualisiert. Bereits 1982 verwandelte Pilz im Rahmen der Wiener Festwochen den Karlsplatz in eine konsumfreie Strandlandschaft aus Sand, Palme, Liegestühlen und Sonnenschirm und inszenierte den öffentlichen Raum als soziale Plastik. Ein aufblasbarer Wal und Walgesänge verwiesen früh auf Umweltzerstörung und Artensterben. 44 Jahre später kehrt die Installation als kritischer Kommentar zur Klimakrise zurück. Was einst als utopisches Traumbild erschien, wird nun zur dystopischen Vorahnung: schmelzende Polkappen, steigende Meeresspiegel, verschwindende Strände und Ressourcenknappheit prägen die Gegenwart. Kaorle am Karlsplatz 2026 verbindet eskapistische Leichtigkeit mit politischer Schärfe. Das Projekt hinterfragt Verantwortung, Tatenlosigkeit und die Aneignung von Natur und versteht sich als offener Ort zwischen Kritik, Dialog und Hoffnung.

 

Dieses Projekt wird realisiert mit freundlicher Unterstützung von Hengl Mineral GmbH, den Österreichischen Bundesforsten und SSO Garten & Planung GmbH.

 

Mit Aktivierungen durch Karlskirche, Kunsthalle Wien, Künstlerhaus Vereinigung, NEST – Neue Staatsoper im Künstlerhaus, Wiener Staatsoper, HOPE Raumlabor @ TU Wien, Wien Museum, Vereinigung bildender Künstler*innen Wiener Secession u. a.

Kaorle am Karlsplatz

Karlsplatz
1040 Wien

Nachgebaute Palmen in hochgestreckten, mobilen Kränen.

Pia Sirén. Palmen am Karlsplatz

Mit Palmen am Karlsplatz realisiert Pia Sirén eine temporäre Installation am Karlsplatz aus hoch aufragenden Palmen aus Hebebühnen, Aluminiumrohren und Kunststoffplanen. Die Arbeit verhandelt Fragen zu Klimawandel, kolonial geprägten Sehnsuchtsbildern sowie dem Verhältnis von Stadt und Natur. Die bewusst artifizielle Konstruktion verweist auf historische Praktiken der Aneignung exotischer Vegetation im globalen Norden. Zugleich reagieren die Palmen auf die Bedingungen eines verdichteten Stadtraums, in dem Natur zunehmend geplant, kontrolliert und simuliert wird. Sirén versteht ihre Palmen nicht als dauerhafte Skulpturen, sondern als räumliche Gesten: zeitlich begrenzte Interventionen, die tropische Landschaftsbilder in einen unerwarteten urbanen Kontext verlagern. Die Installation erzeugt eine Ambivalenz zwischen Sehnsucht und Entfremdung und macht sichtbar, wie stark Naturvorstellungen von medialen Bildern, Erinnerungen und imperialen Fantasien geprägt sind.

 

Dieses Projekt wird realisiert mit freundlicher Unterstützung der Wiener Stadtwerke.

Palmen am Karlsplatz

Karlsplatz
1040 Wien

Blick auf eine riesige, bunte Leinwand hinter einer großen Wasserfläche an einem Platz.

Zheng Mahler. Plague Columns

Das Künstler*innen-Duo Zheng Mahler arbeitet seit 2009 interdisziplinär an den Wechselwirkungen von globalisierten Handelsströmen, urbaner Infrastruktur sowie Mensch-Natur-Technologie-Beziehungen. Ihre Arbeit Plague Columns an der Wiener Karlskirche überträgt diese forschungsbasierte Praxis in einen konkreten historischen und räumlichen Kontext. Ausgangspunkt ist die im Zuge von Restaurierungsarbeiten verhüllte östliche Säule der Karlskirche, die Zheng Mahler als temporäres Mahnmal für die Covid-19-Pandemie inszenieren. Die Karlskirche, errichtet nach dem Ende der Wiener Pestepidemie 1714, steht sowohl für Seuchengeschichte als auch religiöse Macht und die koloniale Repräsentation der Habsburger. In ihrem Werk verbinden Zheng Mahler die europäische Tradition der Pestsäule mit Totemformen aus Hong Kong und thematisieren anthropozentrische Weltbilder und historische Gewaltverhältnisse. Damit fragen sie nach Verantwortung, Erinnerung und der Möglichkeit von Heilung im Verhältnis von Mensch und Umwelt.

 

Dieses Projekt wird realisiert mit freundlicher Unterstützung der Bank Austria.

Pestsäule

Karlskirche am Karlsplatz
1040 Wien

Das Wiener Riesen Rad, in dem die Installation Ultrafauna von Dominik Eulberg & Marcin Nowicki zu hören ist.

Dominik Eulberg & Marcin Nowicki - Ultrafauna

Mit Ultrafauna realisieren Dominik Eulberg und Marcin Nowicki eine Soundinstallation, in der Fledermäuse zu aktiven Produzenten von Live-Musik werden. In der Lobau (Nationalpark Donau-Auen) werden Ultraschallrufe von Fledermäusen mit hochempfindlichen Mikrofonen in ihrem natürlichen Lebensraum aufgezeichnet, in Echtzeit digital verarbeitet und in hörbare Klänge übersetzt. Die so entstehenden Kompositionen werden live in einen Wagon des Wiener Riesenrads übertragen und dort für die Besucher*innen erfahrbar gemacht. Das System basiert auf einer eigens entwickelten Software, die die Echoortungssignale analysiert und über eine digitale Audio-Umgebung musikalisch interpretiert. Ultrafauna verbindet ökologische Forschung und Technologie mit einem Einblick in verborgene Lebenswelten und macht die Präsenz gefährdeter Tierarten als dynamische, ortsgebundene Klanglandschaft im urbanen Raum hörbar.

 

Dieses Projekt wird realisiert mit freundlicher Unterstützung des Wiener Riesenrads und des Nationalparks Donau-Auen.

Ultrafauna

Wiener Riesenrad
Gaudeegasse 1
1020 Wien

Pale Golden Rear, Werk von Eva Seiler.

Eva Seiler. SPINSTERHOOD – Der Maulbeerbaum, die Seidenraupe, die Textilarbeiterin und die Maschine

Im Zentrum von Eva Seilers Installation SPINSTERHOOD steht die historisch gewachsene Beziehung zwischen Mensch und Seidenraupe. In der MQ Art Box treffen Besucher*innen auf architektonische Elemente, die an Dachböden, Webstühle und Labore erinnern – Orte, an denen biologische, menschliche und maschinelle Körper eng miteinander verflochten sind. Die Seidenraupe wird dabei zum Symbol für Arbeitsbedingungen, Kontrolle, Transformation und das symbiotische Verhältnis von Mensch und Tier.

 

Über Jahrhunderte war Wien ein Zentrum der Seidenproduktion: Maulbeerbäume prägten im 18. Jahrhundert das Stadtbild. Seiler greift diesen lokalen Kontext auf und zeigt die wechselseitige Abhängigkeit von Maulbeerbaum, Seidenraupe, Spinnerin und Maschine. SPINSTERHOOD thematisiert damit den Produktionswahn der Industrialisierung, selektive Züchtung sowie die Normierung menschlicher Arbeit und zieht Parallelen zu heutigen Produktivitätslogiken. Der Titel verweist auf „spinsters“ und „sisterhood“ und öffnet einen Reflexionsraum über Arbeit, Fürsorge und Koexistenz. Ohne moralisch zu werden, regt die Arbeit dazu an, sich ein gerechtes, kooperatives Zusammenleben von Mensch und Tier vorzustellen.

 

Ein Projekt des MuseumsQuartier Wien in Partnerschaft mit der Klima Biennale Wien 2026.

SPINSTERHOOD

MQ Art Box
MuseumsQuartier Wien
1070 Wien

Ein von Schlamm bedeckter SUV auf einer Wiese.

Folke Köbberling. Maaaaash!

Direkt an einer stark befahrenen Verkehrsachse auf einem Rasenstück steht ein Geländewagen – lehmig braun, so als wäre er völlig mit Schlamm bedeckt. Es ist ein irritierendes und im vom Verkehr dominierten Stadtraum zugleich vertrautes Objekt. Maaaaash! von Folke Köbberling ist die 1:1-Replik eines Luxus-Offroad-SUVs, den sie direkt vom Originalfahrzeug abgenommen hat. Der Titel der Arbeit – Maaaaash! (zerstampfen, zerdrücken, vermischen) – verweist auf die Herstellung des Materials, ein von der Künstlerin entwickelter biobasierter Verbundstoff. Der Witterung ausgesetzt, beginnt die Skulptur langsam zu verrotten und schenkt in diesem Prozess Raum und Nährstoffe für Pflanzen und Kleinstlebewesen. Folke Köbberlings künstlerisch formulierte Gesellschaftskritik richtet sich gegen Ressourcenverschwendung, Bodenversiegelung und neoliberales Profitdenken. Maaaaash! ist ein beißender Kommentar und ein ebenso poetischer wie politischer Protest gegen die Vorherrschaft des Automobils und den Flächenfraß der Statussymbole.

 

Maaaaash! ist der Beitrag von Kunst im öffentlichen Raum Wien zur Klima Biennale Wien 2026.

Zusätzliche Informationen zu dieser Arbeit gibt es hier.

Maaaaash!

Kunstplatz Karlsplatz
Rosa-Mayreder-Park
1040 Wien

Blick durch einen Spalt im Vorhang: Ein Mann über einen Roulette-Tisch gelehnt.

FutureLeaks. The BIG Casino

The BIG Casino lässt einen alltäglichen Ort des Konsums in ein Szenario existenzieller Entscheidungen kippen. Inmitten eines Shoppingcenters öffnet sich ein spekulatives Casino der Zukunft, in dem nicht mit Geld, sondern mit Ressourcen, Privilegien und Lebensgrundlagen gespielt wird. Klima wird zur Währung, Risiko zur Gewohnheit, Verantwortung zur Verhandlung. Die immersive Performance von Anna de Carlo verführt das Publikum, selbst Teil des Stücks zu werden. In einer 20-minütigen Runde lösen sich die Grenzen zwischen Spiel und Ernst, Fiktion und Realität auf. Mobilität, Sicherheit, Zugang zu Wasser stehen zur Disposition, und mit ihnen die Frage, wer gewinnt und wer verliert. Was als selbstverständlich gilt, erweist sich als fragil. Als performatives Gesellschaftsspiel verdichtet FutureLeaks Raum, Zeit und Entscheidung zu einer körperlichen Erfahrung, in der Machtverhältnisse spürbar und Handlungsspielräume neu verhandelt werden.

 

23.04. & 24.04.2026: 12:30–16:20 (letzter Einlass  um 16:00) 

Pause: 14:00-15:00

25.04.2026: 10:30–14:20 (letzter Einlass um 14:00) 

Pause: 12:30-13:30

Die Performances starten alle 30 Minuten.


 

The BIG Casino

Wien Mitte The Mall
Landstraßer Hauptstraße 1B
1030 Wien

Eine Hauswand, bemalt mit sich übereinandertürmenden Walen

NEVERCREW. Souvenir

Das Schweizer Künstlerduo NEVERCREW (Christian Rebecchi und Pablo Togni) realisiert in Kooperation mit dem Street-Art-Festival Calle Libre eine großformatige ortsspezifische Wandarbeit an der Fassade des Hauses an der Baumgasse 77 im 3. Bezirk. Die Arbeit versteht den öffentlichen Raum als zentralen Ort gesellschaftlicher Aushandlung und positioniert sich dort, wo sie alltägliche Routinen und Wahrnehmungsmuster unmittelbar erreicht. Vor dem Hintergrund ökologischer Krisen, sozialer Ungleichheiten und politischer Spannungen entwickelt NEVERCREW mit einer reduzierten Farb- und Formensprache eine monumentale, surreal-dystopische Bildsprache, die zunächst zugänglich wirkt, beim genaueren Hinsehen jedoch ihre kritische Dimension entfaltet. Die Wandarbeit entsteht im direkten Dialog mit der Architektur, der Nachbarschaft und dem Stadtraum und versteht sich als dauerhaft zugängliche Intervention, die Fragen nach Verantwortung, ökologischen Eingriffen und den Folgen menschlichen Handelns sichtbar macht.

 

Dieses Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit und ist kuratiert von Calle Libre. 

Souvenir

Baumgasse 77 (Hauswand)
1030 Wien

Eine Person, hinter einem Blasinstrument, vor einem Schneebedeckten Gipfel

River Claure. A cuenta de tres, lo destruimos todo

Der bolivianische Foto- und Videokünstler River Claure untersucht in seiner inszenierten Werkserie die Folgen kolonialer Ausbeutung und die Widerstandskraft indigener Lebenswelten. Für sein Projekt A cuenta de tres, lo destruimos todo (Auf drei machen wir alles kaputt) rekonstruierte Claure maßstabsgetreu die Puerta del Sol von Tiwanaku, ein zentrales Monument einer verschwundenen präkolumbianischen Kultur. In einer video- und fotografisch dokumentierten Inszenierung wird das Tor von Kindern durch die Landschaft des Andenhochlands transportiert, aufgestellt und schließlich gesprengt. Die spielerische Zerstörung verweist auf den jahrhundertelangen Verlust von Land, Wissen und ökologischen Grundlagen indigener Gesellschaften. Die großformatig an neun verschiedenen Orten Wiens präsentierten Fotografien greifen diese kollektive Erfahrung auf und übersetzen sie in den urbanen Raum: als Reflexion über die Ausbeutung der Natur, koloniale Kontinuitäten und die Frage, wie Zusammenleben nach dem vermeintlichen „Ende der Welt“ neu gedacht werden kann.

 

Dieses Projekt wird umgesetzt mit freundlicher Unterstützung von NOVOart.

A cuenta de... (a)

A cuenta de tres, lo destruimos todo
Nordbahnstraße 51 (Hauswand)
1020 Wien

A cuenta de... (i)

A cuenta de tres, lo destruimos todo
Margaretenplatz
1050 Wien

A cuenta de... (b)

A cuenta de tres, lo destruimos todo
Hellwagstraße 1 (Plakatwand)
1200 Wien

A cuenta de... (c)

A cuenta de tres, lo destruimos todo
Radetzkyplatz (Plakatwand Löwengasse)
1030 Wien

A cuenta de... (d)

A cuenta de tres, lo destruimos todo
Untere Weißgerberstraße 47 (Litfaßsäule)
1030 Wien

A cuenta de... (e)

A cuenta de tres, lo destruimos todo
Kleine Pfarrgasse/Taborstraße
U2 Station
1020 Wien

A cuenta de... (f)

A cuenta de tres, lo destruimos todo
Praterstern (Ausgang U2)
1020 Wien

A cuenta de... (h)

A cuenta de tres, lo destruimos todo
Adele-Perlmutter-Platz/Praterstraße
1020 Wien

A cuenta de... (g)

A cuenta de tres, lo destruimos todo
Yppenplatz
1160 Wien

Ein sinkendes Schiff in Mitten von Ölkanistern, an board ein Hase mit Sonnenbrille.

Romuald Hazoumè. ALTER ECO – Fâ

Romuald Hazoumè verbindet in seinen Werken westafrikanische Traditionen mit zeitgenössischen ökologischen, sozialen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen. Momenten des Alltags entnommen, tragen seine Objekte Spuren eines geteilten Lebens. Es sind keine Abbilder, sondern kraftgeladene Sinnbilder, die sich von ihrem Ursprung lösen und in uns weiterwirken. 

Für die Klima Biennale Wien zeigt der Künstler Symbole basierend auf dem Fâ, einem jahrhundertealten Wissens- und Divinationssystem der yorùbásprachigen Kulturen Westafrikas, das zum UNESCO Kulturerbe zählt. Sie wirken als wertvolles Instrument der Lebensbewältigung und sind in einer kosmischen Ordnung und einer Metaphysik von Naturkräften und Ahnenwissen verankert. Auf der Aspern- und der Stubenbrücke entfalten diese kraftvollen Zeichen ihre universelle Gültigkeit im Wunsch nach Rückbesinnung und Orientierung für unsere Gemeinschaft. Ihre spirituelle und epistemische Dimension verleiht diesen Flaggen, die sich in die Fâ-Serie des Künstlers einfügen, eine Bedeutung, die weit über ihr ursprüngliches Umfeld hinausreicht und sie zu einer global anschlussfähigen Erfahrungs- und Denkpraxis werden lässt. 

 

ALTER ECO wurde von Alois Herrmann und Kaspar Mühlemann Hartl kuratiert. Ein Projekt von museum in progress in Kooperation mit der Klima Biennale Wien 2026.

ALTER ECO

Aspernbrücke & Franz-Josefs-Kai 2
1010 Wien

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